Fumarsäuremonoethylester-Calciumsalz ist das Calciumsalz von Fumarsäuremonoethylester mit einem Verhältnis von Monoethylfumarat-Anionen zu Calciumkation von 2:1. Seine Summenformel lautet C₁₂H₁₄CaO₈ (berechnet: 2 × C₆H₈O₄ minus 2H⁺ + Ca²⁺ ergibt C₁₂H₁₄CaO₈, Molekulargewicht 326,31 g/mol). Die Verbindung erscheint als weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver und zersetzt sich bei 285 °C ohne zu schmelzen – ein typisches Verhalten für Metallcarboxylate. Sein InChI-Schlüssel ist WOONQYHBMBCNDD-SYWGCQIGSA-L, und die SMILES-Darstellung C(=O)(O[Ca]OC(=O)/C=C/C(=O)OCC)/C=C/C(=O)OCC zeigt zwei durch ein Calciumion verbrückte Monoestereinheiten. Das Produkt ist als reizend eingestuft (Xi, R36/37/38), kann aber mit Standardschutzmaßnahmen (S26‑S36) in jedem Labor für organische Synthese sicher gehandhabt werden.
Das freie Monoethylfumarat (die Ausgangssäure) ist ein klebriger, niedrig schmelzender Halbfeststoff, der schwer abzuwiegen ist, zur Dimerisierung neigt und Hautreizungen verursachen kann. Fumarsäuremonoethylester-Calciumsalz verwandelt dieses problematische Material in ein frei fließendes, nicht hygroskopisches kristallines Pulver. Fumarsäuremonoethylester-Calciumsalz kann genau dosiert, jahrelang bei Raumtemperatur ohne Zersetzung gelagert und ohne besondere Kühlkettenanforderungen versendet werden. Bei chemischen Reaktionen wird der freie Monoester bei Bedarf freigesetzt, indem eine Suspension des Fumarsäuremonoethylester-Calciumsalzes mit einer verdünnten Mineralsäure behandelt wird – oder das Salz kann direkt in bestimmten Umwandlungen verwendet werden (z. B. Umesterung, Amidierung mit In-situ-Aktivierung). Dies macht Fumarsäuremonoethylester-Calciumsalz zur bevorzugten Form für die Prozesschemie, die Synthese im Kilomaßstab und die akademische Forschung.
Produktparameter
Parameter
Spezifikation
CAS-Nummer
62008-22-4
Molekulare Formel
C₁₂H₁₄CaO₈
Molekulargewicht
326,31 g/mol
Schmelzpunkt
285°C (Zers.)
Aussehen
Weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver
Stabilität
Stabil bei Raumtemperatur; zersetzt sich oberhalb von 285°C
Lagerung
Versiegelt in einem trockenen Behälter, Raumtemperatur, fern von starken Säuren und Basen
Gefahrensymbole
Xi (reizend)
Risikocodes
36/37/38 – Reizt Augen, Atemwege und Haut
Sicherheitshinweise
26 – Bei Augenkontakt mit viel Wasser ausspülen und ärztlichen Rat einholen; 36 – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung
WGK Deutschland
WGK1 (schwach wassergefährdend)
Produktvorteile – Warum das Calciumsalz gewinnt
Vorteil
Was es für Sie bedeutet
Kristalliner Feststoff vs. klebriges Öl
Leicht abzuwiegen, keine Rückstände auf dem Spatel. Kein Schmelzen oder Schaben erforderlich.
Nicht hygroskopisch
Nimmt keine Feuchtigkeit aus der Luft auf. Auch in feuchter Umgebung lagerstabil.
Hohe thermische Stabilität
Bei Raumtemperatur unbegrenzt stabil. Zersetzt sich erst oberhalb von 285 °C.
Kontrollierte Freisetzung des aktiven Monoesters
Fügen Sie Säure hinzu, um den freien Monoester in situ zu erzeugen – ideal für Eintopfreaktionen.
Gutartiges Calcium-Gegenion
Calcium ist ungiftig, kann durch Filtration als CaSO₄ oder CaCO₃ entfernt werden und stellt keine Entsorgungsprobleme dar.
Skalierbar und wirtschaftlich
Hergestellt aus kostengünstigen Ausgangsmaterialien (Fumarsäure, Ethanol, Calciumhydroxid/-carbonat).
Reduziertes Sicherheitsrisiko
Viel weniger reizend als die freie Monoestersäure; Staub ist die Hauptsorge.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F1: Wie wandle ich dieses Salz in die freie Monoethylfumaratsäure um?
A: 1 Äquivalent (pro Mol Salz) in einer Mischung aus Wasser und Ethylacetat (1:1) suspendieren. Fügen Sie 2 Äquivalente verdünnte HCl (z. B. 1 M) pro Mol Calcium hinzu. Rühren, bis sich der Feststoff auflöst. Trennen Sie die organische Schicht ab, trocknen Sie über Na₂SO₄ und verdampfen Sie, um das freie Monoethylfumarat als farbloses bis blassgelbes Öl zu erhalten. Die freie Säure ist nun für Kopplungsreaktionen bereit.
F2: Kann ich dieses Salz direkt in einer Amidkupplung verwenden, ohne die freie Säure freizusetzen?
A: Es ist möglich, aber nicht ideal. Wenn Sie einer Suspension des Calciumsalzes in DMF ein Kopplungsreagenz wie HATU und eine Base (DIPEA) hinzufügen, kann das Carboxylat aktiviert werden, aber die Reaktion kann aufgrund der schlechten Löslichkeit langsam sein. Die bevorzugte Methode besteht darin, zunächst den freien Monoester wie oben beschrieben zu erzeugen. Für den routinemäßigen Laborgebrauch empfehlen wir dringend das zweistufige Verfahren.
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