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Welche Wirkungen und Wirksamkeit hat Carfilzomib?

Carfilzomibist ein zielgerichtetes Antitumor-Medikament, das zur Klasse der irreversiblen Proteasom-Inhibitoren gehört und hauptsächlich zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (RRMM) eingesetzt wird.


Kernwirkungsmechanismus:

Carfilzomib bindet irreversibel an die β5-Untereinheit des 20S-Proteasoms und hemmt selektiv dessen Chymotrypsin-ähnliche Aktivität (ChT-L), wodurch der Abbau abnormaler Proteine ​​in Tumorzellen blockiert wird, was zu Proteinakkumulation, Stress im endoplasmatischen Retikulum und letztendlich zur Apoptose in Zellen des multiplen Myeloms führt.

Im Gegensatz zu Bortezomib ist Carfilzomib eine Epoxidketonverbindung mit stabilerer Bindung, geringerer Arzneimittelresistenz und geringerer Neurotoxizität.


Hinweise:

Für erwachsene Patienten mit multiplem Myelom, deren Krankheit nach mindestens zwei vorherigen Behandlungsschemata (einschließlich Proteasom-Inhibitoren wie Bortezomib und immunmodulatorischen Wirkstoffen) fortgeschritten ist oder einen Rückfall erlitten hat.

Es kann als Monotherapie oder in Kombinationstherapie eingesetzt werden. Zu den gängigen Kombinationen gehören:

KRd-Regime: Carfilzomib + Lenalidomid + Dexamethason

DKd-Regime: Carfilzomib + Daratumumab + Dexamethason

Kd-Schema: Carfilzomib + Dexamethason (geeignet für Patienten nach mehreren Therapielinien)


Wirksamkeit:

In einer klinischen Phase-III-Studie in China erreichte die Gesamtansprechrate (ORR) von Carfilzomib in Kombination mit Dexamethason 35,8 %, mit einem mittleren progressionsfreien Überleben (PFS) von 5,6 Monaten.

Selbst bei Patienten, die gegen Proteasom-Inhibitoren resistent waren, erreichte die objektive Ansprechrate immer noch 32,3 %, was eine gute Fähigkeit zur Überwindung von Resistenzen zeigt.

Es ist in den NCCN- und CSCO-Richtlinien als Empfehlung der Klasse I aufgeführt und eignet sich für die Behandlung von Patienten mit erstmaligem Rückfall.


Nutzung und Sicherheit:

Verabreichung: Intravenöse Infusion. Die empfohlene Dosis wird zweimal wöchentlich verabreicht (Tage 1, 2, 8, 9, 15 und 16), wobei jeder 28-Tage-Zyklus eine einzelne Behandlungsperiode darstellt. Die Anfangsdosis beträgt 20 mg/m² und kann nach Feststellung der Verträglichkeit auf 27 mg/m² erhöht werden.

Häufige Nebenwirkungen (≥30 %): Müdigkeit, Anämie, Übelkeit, Thrombozytopenie, Atemnot, Durchfall, Fieber usw.

Vorsicht vor schwerwiegenden Nebenwirkungen: Herzinsuffizienz, pulmonale Hypertonie, Infusionsreaktionen, Tumorlysesyndrom usw. Während der Behandlung ist eine engmaschige Überwachung der Herz-Lungen-, Leber- und Nierenfunktion erforderlich.


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