Pralatrexatist ein Folsäureanalogon-Stoffwechselhemmer und gehört zur Klasse der Antifolat-Chemotherapie. Es wird hauptsächlich zur Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem peripherem T-Zell-Lymphom (R/R PTCL) eingesetzt.
Dieses Medikament hemmt die Aktivität der Dihydrofolatreduktase (DHFR), blockiert die Produktion von Thymin und anderen Einzelkohlenstoff-Transfermolekülen, die für die DNA-Synthese von Tumorzellen erforderlich sind, stört dadurch die Replikation und Proliferation von Tumorzellen und löst letztendlich den Tod von Krebszellen aus.
Hauptindikation: Zugelassen von der National Medical Products Administration (NMPA) für die Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem peripherem T-Zell-Lymphom (PTCL), wobei die Zulassung auf der in klinischen Studien nachgewiesenen Gesamtansprechrate (ORR) basiert.
Wirksamkeit der Behandlung: In einer Studie zum kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL) zeigte Pralatrexat eine Gesamtansprechrate (ORR) von 100 %, mit einer vollständigen Ansprechrate (CR) von 67 %, was auf eine signifikante Wirksamkeit gegen bestimmte refraktäre Subtypen schließen lässt.
Daten aus realen Studien zeigen, dass bei CTCL-Patienten, die zuvor eine systemische Therapie erhalten haben, die ORR 45–57 % beträgt und die Krankheitskontrollrate 85 % erreichen kann.
Empfohlene Dosis: 30 mg/m², intravenös einmal wöchentlich über 6 Wochen verabreicht, gefolgt von einer einwöchigen Ruhephase, was einem 7-wöchigen Behandlungszyklus entspricht.
Zusatztherapie: Orale Folsäure (1,0–1,25 mg) sollte während der Behandlung täglich eingenommen werden, um toxische Reaktionen wie Mukositis zu reduzieren.
Beginnend 10 Wochen vor der ersten Dosis sollte Vitamin B12 (1 mg) alle 8–10 Wochen intramuskulär verabreicht werden, um den normalen Zellstoffwechsel zu unterstützen.
Am häufigsten (>30 %): Mukositis (70 %), Thrombozytopenie (41 %), Übelkeit (40 %), Müdigkeit (36 %).
Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse: Einschließlich Fieber, Sepsis, Neutropenie mit Fieber, Dehydration und Atemnot, mit einer Inzidenz von etwa 44 % (n=49).
Achtung: Bei Mukositis Grad 3 oder höher oder hämatologischer Toxizität sollte die Behandlung unterbrochen und die Dosierung angepasst werden.
Während der Schwangerschaft kontraindiziert: Kann den Fötus tödlich schädigen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung unbedingt Verhütungsmittel anwenden.
Während der Stillzeit mit Vorsicht anwenden: Es ist unklar, ob es in die Muttermilch übergeht. Es wird empfohlen, Risiken und Nutzen abzuwägen, bevor Sie sich entscheiden, das Medikament abzusetzen oder mit dem Stillen aufzuhören.
Die Sicherheit bei Kindern ist nicht erwiesen.
Die Anwendung muss unter der Anleitung eines für die Behandlung von Onkologie qualifizierten Arztes erfolgen und über angemessene medizinische Unterstützungsmöglichkeiten verfügen.
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